Gebäudebrand
 

 

 

27.06.2004 Röntgenstr.

Offenbar Einbrecher, die zuvor die Vereinskasse geknackt und geplündert hatten, haben gestern um 2 Uhr das Tanzsportzentrum an der Röntgenstraße ein Feuer gelegt und dadurch einen Schaden von vermutlich mehr als 100.000 Euro verursacht.

Gegen 2 Uhr hatten Passanten bemerkt, dass aus dem Gebäude im Industriegebiet Rauch wabert und die Polizei informiert. ,,Bei unserer Alarmmeldung hieß es zunächst, das Gebäude würde in voller Ausdehnung brennen, Das war schließlich aber zum Glück nicht der Fall“, sagte Einsatzleiter Berend Langeloh.

Schon während der Anfahrt hatten sich Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, um trotz des giftigen Rauches auch im inneren des Tanzsportzentrums löschen zu können. ,,Aufgrund der Einsatzmeldung haben Wir erstmals unser neues Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF mit in den Einsatt genommen“, sagte Gruppenführer Jan Piossek.

 


Eine Entscheidung, die dem Verein zumindest einen Wasserschaden im Haus erspart hat. ," Der Wasserschaden ist gleich Null. Allerdings standen alle Türen im Gebäude offen, so dass der Rauch sich bereits einige Zeit in alle Winkel ausbreiten konnte und bei unserem Eintreffen vor Ort schon aus allen Ritzen quoll “, sagte Langeloh.

 

Dem ersten Atemschutztrupp gelang es, die Flammenmit nur 50 Litern Wasser und dem vom neuen HLF zugegebenen Druckluftschaum zu löschen. ,,Das System hat sich hier gleich bei seinem ersten Einsatz bewährt“, sagte Langeloh. Die neue Löschtechnik ist in ganz Norddeutschland bisher einmalig.

 

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren vor Brandausbruch Unbekannte in das Tanzsportzentrum eingedrungen. Sie haben dann offenbar auf dem Fußboden und über Möbel einen Brandbeschleuniger ausgekippt und so das Feuer entfacht. Durch den schnellen Einsatz der 22 Feuerwehrmänner konnte ein Übergreifen des Flammen auf die Decke des Tanzsaals und so auf den Dachstuhl verhindert werden. Nach zwei Stunden war der Einsatz beendet.