Wohnungsbrand
 

 

 

28.09.2004 Mühlenbogen

Ein Feuer in einem Endreihenhaus sorgte für einen Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes. "Als wir kurz nach dem Alarm an der Einsatzstelle angekommen sind, hat die Frau uns berichtet, ihr Sohn wäre noch im Haus vermisst", erklärte Einsatzleiter Berend Langeloh. Der stellvertretende Wehrführer ließ das Haus am Mühlenbogen gleich von mehreren seiner durch Atemschutzgeräte gegen den giftigen Qualm geschützten Trupps durchsuchen.

 

"Während des Einsatzes gegen 13 Uhr kam der Junge dann von der Schule heim", so Langeloh. "Da waren wir gleich unheimlich erleichtert, in dem Rauch hätte niemand lange überleben können", sagt der Einsatzleiter. Der heiße und giftige Qualm hatte sich bereits im ganzen Haus ausgebreitet.

Die Flammen, die vor allem im Wohnzimmer im Erdgeschoss aber auch in einem Zimmer im Dachgeschoss wüteten, konnten die Retter der Feuerwehr mit nur 50 Liter Druckluftschaum aus ihrem Hilfeleistungs-Löschfahrzeug gezielt und schnell löschen. Mit der Wärmebildkamera suchten die Einsatzkräfte dann noch nach weiteren Brandnestern und heißen Stellen, die dann abgelöscht werden konnten.

 

Verbrannte Möbel wurden in den Garten gebracht. Die Hausbewohnerin musste mit dem Rettungswagen wegen einer Rauchvergiftung in das
Johanniter-Krankenhaus nach Geesthacht gebracht werden.

Das Haus ist zunächst unbewohnbar, die Familie kommt jetzt zunächst bei Freunden unter. Ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Reihenhäuser in der engen Neubausiedlung konnte durch den Feuerwehreinsatz verhindert werden.

Ermittler der Geesthachter Kripo haben die Ursachenforschung gleich nach Abschluss der Löscharbeiten aufgenommen. "Bislang ist nur klar, dass es hier im Haus mehrere Brandstellen gibt", sagte Ermittler John Wedderien. Näheres müsse die noch ausstehende Vernehmung der Frau ergeben, hieß es.