Dachstuhlbrand
 
 

02.04.2005 Brunstorf Waldstr.

Ein Großbrand hat am Samstag einen Reiterhof in Brunstorf völlig zerstört. Das direkt an ein großes Stallgebäude angrenzende Wohnhaus konnte durch den Einsatz von etwa 100 Feuerwehrleute gerettet werden. Ein Kamerad aus Worth musste während der Löscharbeiten mit scheinbar leichten Verletzungen ins Johanniter-Krankenhaus nach Geesthacht gebracht werden. Der Schaden wurde auf mindestens 200000 Euro geschätzt.

Gegen 20.10 Uhr hatten Reiter den Brand bemerkt und über den Notruf 112 die Einsatzleitstelle der Polizei und die Kreisleitstelle in Ratzeburg informiert. Umgehend wurde Großalarm für die Feuerwehren der Region, unter anderem die Wehren aus Brunstorf, Schwarzenbek, Worth, Dassendorf und Kollow ausgelöst. Auch ein RTW des DRK der hauptamtlichen Wache aus Lanken, ein RTW des DRK-Ortsvereins Schwarzenbek mit ehrenamtlichen First Respondern sowie der Schlauchwagen der Kreisfeuerwehrzentrale mit dem Bereitschaftsdienst aus Elmenhorst und die Technische Einsatzleitung (TEL) waren vor Ort.

Die Pferde konnten von den Reitern, die zum Zeitpunkt des Brandausbruches auf dem Hof gemütlich bei einem Grillabend zusammengesessen hatten, rechtzeitig aus dem Stall auf eine nahe Weide getrieben werden. Als die Kameraden aus Brunstorf kurz nach dem Alarm mit ihrem LF 8 vor Ort waren, stand der westliche Bereich des Stalls bereits in hellen Flammen. Über den gefüllten Heuboden breitete sich das Feuer rasend schnell aus. Die Kameraden brachten ihre TS in Stellung und nahmen ein C-Rohr vor. Die weiteren kräfte bauten von nahen Klärteichen aus zunächst eine Wasserversorgung auf.

Auf der Zufahrt zum Hof wurde die DLK 23/12 der FF Schwarzenbek in Stellung gebracht und vom HLF mit Druckluftschaum eingespeist. Das HLF nutzte den eigenen Tank und bekam Wasser aus dem TLF 16/25 der FF Schwarzenbek, später wurde es über die Wasserversorgung eingespeist. Weithin sichtbar stand der Stall in Vollbrand, eine dunkle Rauchwolke zog über die angrenzenden Felder. Mehrere Trupps unter Atemschutz, teilweise auch im Erdgeschoss als Innenangriff, hatten den Großbrand nach etwa einer Stunde unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Nacht