Sturm
 
 

 

08.01.2005 Schwarzenbek

Das Unwetter, das bereits am Freitag mit Sturmböen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern angekündigt war, hat am Sonnabend von 13.30 Uhr an auch die Feuerwehren im Lauenburgischen in Atem gehalten. Bis 19 Uhr wurden rund 80 Einsätze gezählt. Der Wind hielt jedoch auch am Abend noch an, nach den Wetterinformationen der Kreisleitstelle in Ratzeburg sollten die Böen erst nach 21 Uhr abflauen

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbek mussten bis zum Abend sieben Mal ausrücken. Zunächst rückten DLK 23/12 und MZF nach Roseburg aus. Dort hatte der Sturm einer alten Eiche zugesetzt. Da die Gefahr bestand, dass der Baum oder Teile davon auf eine benachbarte Strom-Oberleitung stürzen könnten, wurde zunächst der Strom durch einen Mitarbeiter von Eon-Hanse abgeschaltet, dann wurde der Baum vom Korb der Drehleiter aus Stück für Stück von oben nach unten abgenommen. Diese Arbeiten dauerten etwa zwei Stunden.

 
 

 

Zeitgleich unterstützte die Besatzung des HLF die Wehren aus Havekost und Kasseburg auf der Bundesstraße 404 im Sachsenwald. Dort war eine knapp 100 Jahre alte massive Buche samt Wurzelwerk umgestürzt. Der dicke Baum blockierte beide Fahrspuren. Während die Polizei die Bundesstraße voll sperrte, zersägten die Einsatzkräfte die Buche. Ein Trecker mit Frontlader, den die Kameraden aus Havekost organisiert hatten, half dabei, die großen Stücke von der Straße zu räumen. Mit der Drehleiter wurden hier schließlich noch lose Äste aus zwei benachbarten Bäumen geborgen, damit diese nicht auf die Straße fallen konnten.

 
 

Weitere Einsätze gab es unter anderem am Grillengrund und im Stadtteil Nord-Ost. Am Grillengrund fällten die Besatzungen des RW 2 und des ELW eine Tanne, die auf ein Einfamilienhaus zu stürzen drohte. Mit dem Greifzug wurde der bereits im Boden gelockerte Baum zunächst strammgezogen, anschließend mit einer Motorsäge sicher gefällt. Trotz der beengten Platzverhältnisse an dieser Einsatzstelle. Von dort aus fuhren RW 2 und ELW nach Nord-Ost, wo bereits MZF und DLK 23/12 vor Ort waren. Vom Dach eines Mehrfamilienhauses waren durch den Sturm mehrere losgerissene Dachpfannen gefallen. Die Drehleiter-Besatzung sicherte die Pfannen auf dem Dach und sperrte das Umfeld vorsorglich ab.