Großfeuer Büchen
 
 

 

30.07.2005

Etwa 200 Feuerwehrleute haben in der Nacht zum Sonnabend einen Großbrand in Büchen mit rund 20 Strahlrohren, Wenderohren und Wasserwerfern bekämpft. Dort stand im Gewerbegebiet am Heideweg eine 3000 Quadratmeter große Halle der Heilmann GmbH, einem Kartoffel-Großhandel, in Flammen. Durch den geballten Einsatz konnte ein Übergreifen der Flammen auf den nächsten Brandabschnitt mit einer Grundfläche von 3500 Quadratmetern verhindert werden.

 

Gegen 0.40 Uhr war zunächst ein brennender Sattelauflieger gemeldet worden. Auch an einer anderen Stelle am Heideweg gab es ein Kleinfeuer. Als die ersten Kräfte der FF Büchen wenig später mit ihrem TLF vor Ort waren, breitete sich der Brand rasend schnell aus. Sofort wurde Verstärkung angefordert Bis zu 30 Meter hoch schlugen die Flammen in den Himmel. Der Himmel über der Einsatzstelle und eine riesige Rauchwolke färbten sich rot und wiesen den nachrückenden Kräften aus dem Umland den Weg.

 

Aus Schwarzenbek wurde im Bereich der Brandwand die DLK in Stellung gebracht, um hier eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Eingespeist wurde die Drehleiter vom HLF. Auf der gegenüberliegenden Hallenseite wurde der Brand von der TLF-Besatzung aus mit dem Dachmonitor bekämpft.

 

Später wurde hier auch die DLK aus Lauenburg eingesetzt. Da bereits wegen der starken Brandintensität das Dach der Lager- und Sortieranlage eingestürzt war, konnte kein Innenangriff vorgenommen werden. Mehrere Rolltore boten aber die Möglichkeit, aus sicherem Abstand auch gezielt ins Innere zu löschen. Da von der FF Schwarzenbek auch Druckluftschaum eingesetzt wurde, rückte aus dem Gerätehaus der GW-N mit Schaummittel-Fässern nach.

Mit einer Zugmaschine wurden mehrere bereits teilwiese in Brand geratene Auflieger von den Toren weggefahren. Gegen 4 Uhr war der Brand unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zogen sich aber noch am Sonnabend über Stunden hin. Der Schaden wurde zunächst auf mehr als eine Million Euro geschätzt.

 

Die Löscharbeiten an der Lagerhalle zogen sich zunächst bis 15 Uhr hin. Mit einem Bagger hatten die Kameraden am Morgen und Vormittag einige Teile der Konstruktion einreißen lassen, um dahinter verborgene Brandnester ablöschen zu können. Am Abend rückten die Büchener Kameraden erneut aus, um wieder aufflammende Bereiche nachzulöschen. Auch am Sonntag sollte es noch Kontrollen der Brandstelle geben. "Vor allem die gestapelte und zusammengeschmolzenen Kunststoff-Kisten für den Versand der Kartoffeln und die Verpackungsmaterialien sind kaum zu löschen", berichtete Büchens stellvertretender Wehrführer und Gesamteinsatzleiter Edmund Butz am Nachmittag. Er geht davon aus, dass eine große Einsatzübung in dem Betrieb vor sechs Wochen zum Erfolg des Einsatzes beigetragen hat. Die Büchener Kameraden hatten so aktuelle Ortskenntnisse.