VU Person klemmt
 
 

 

21.10.2005

 
 

Bei einem spektakulären Unfall auf der Autobahn 24 (Hamburg - Berlin) sind am frühen Freitagmorgen drei Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Nach Angaben der Autobahnpolizei in Talkau (Kreis Herzogtum Lauenburg) war es gegen 4.40 Uhr zwischen den Anschlussstellen Schwarzenbek/Grande und Talkau in Höhe der Gemeinde Basthorst zu dem Unfall zwischen einem BMW und einem Wohnmobil gekommen.

Verursacht hatte den Unfall eine 23-jährige Unternehmerin aus Ratzeburg. Sie war mit ihrem edlen schwarzen BMW der 7-er Baureihe mit hoher Geschwindigkeit auf der linken Spur unterwegs, als sie plötzlich auf das langsamer auf der rechten Spur fahrende Wohnmobil mit drei Insassen aus Heimbach auffuhr. "Warum das passierte, wissen wir bisher noch nicht", berichtete Horst Krumrey, der zuständige Unfallsachbearbeiter der Autobahnpolizei, am Morgen.

 

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Wohnmobil regelrecht von der Fahrbahn geschossen. Der Kastenwagen kam von der Fahrbahn ab, fuhr durch einen Graben, durchbrach einen Wildschutzzaun und überschlug sich. Schließlich blieb das Reisemobil auf der Fahrerseite auf einem Feld abseits der Autobahn liegen. Der BMW konnte nach dem Zusammenstoß von der Fahrerin abgefangen werden, landete aber ebenfalls etwa 30 Meter weiter beschädigt neben der Fahrbahn.

 


In mehreren Notrufen hatten folgende Autofahrer den Unfall mit zeitweise nicht ansprechbaren und eingeklemmten Personen gemeldet. Daraufhin rückten neben zwei Notarzteinsatzfahrzeugen und zwei Rettungswagen auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Kassenburg und Schwarzenbek mit einem Löschfahrzeug, einem Rüstwagen und einem Tanklöschfahrzeug aus. Die Patienten wurden befreit und an den Rettungsdienst übergeben, danach in das Krankenhaus nach Reinbek gebracht. Um einen Mann von der Seite des Fahrzeuges retten zu können und dem Rettungsdienst-Mitarbeitern einen Zugang zu dem Mann zu ermöglichen, wurden mehrere Steckleiterteile und eine Lkw-Rettungsplattform eingesetzt. Vorsorglich wurde eine Gasflasche aus der Küchenzeile des Wohnmobils gesichert und die Umgebungsluft auf ein möglicherweise explosives Gemisch untersucht.

Nach drei Stunden war die Unfallstelle durch ein Bergungsunternehmen und die Straßenmeisterei wieder geräumt. Den Schaden schätzte die Autobahnpolizei auf mindestens 70000 Euro