Gefahrguteinsatz
 
 

 

23.08.2006 Rehkoppel (Aumühle)


Gefahrgut-Alarm am Mittwochmorgen in der Aumühler Rehkoppel: Als sie Sperrmüll in ihren Transporter luden, schlugen den Müllmännern Norbert Skalnik und Jens Boesader von der Firma Köppe Flammen entgegen. Geistesgegenwärtig griff Skalnik zu, warf die brennenden Sachen auf den Boden. Dann brachte er sich mit seinem Kollegen in Sicherheit. Heller Qualm stieg auf. "Es war ein nach Knoblauch riechendes braunes Pulver, das auf dem feuchten Boden knisterte", so Skalnik.

 

Neben der Aumühler Feuerwehr rückten gegen 9 Uhr auch Gefahrgut-Spezialisten des Kreisfeuerwehrverbandes Herzogtum Lauenburg der Feuerwehren aus Geesthacht, Lauenburg, Schwarzenbek und Büchen sowie der Gerätewagen Gefahrgut der Kreisfeuerwehrzentrale aus Elmenhorst an. Die Rehkoppel wurde abgesperrt, Anwohner durften ihre Häuser nicht verlassen.

 

"Wir wissen nicht, um welchen Stoff es sich handelt", erklärte Lutz Blechschmidt, der Zugführer vom Löschzug Gefahrgut. Vorsorglich schickte er Kameraden mit Atemschutzgeräten zum Müllwagen. Sie prüften mit der Wärmebildkamera, ob noch Hitze im Fahrzeug herrschte. Das war nicht der Fall. Das Pulver am Boden wurde aufgenommen, Schadstoffmessungen ergaben zunächst keine weitere Gefahr. Um eine Reaktion des Pulvers zu verhindern, wurde das Pflaster vom Bauhof aufgenommen.


Eine Analyse soll jetzt Aufschluss über die Zusammensetzung geben. Der Umweltschutztrupp der Polizeidirektion hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Sollte der Anwohner, der das Gefahrgut offenbar heimlich über den Sperrmüll entsorgen wollte, ausfindig gemacht werden, droht ihm neben einem Bußgeld auch die Übernahme der Einsatzkosten in Höhe von mehreren 1000 Euro.