Feuer Centa Wulf Schule
 
 

 

15.12.2006 Hans-Koch-Ring

Ein Brand hat in der Nacht zu Freitag einen Teil der Centa-Wulf-Schule am Hans-Koch-Ring verwüstet. Hausmeister Gerhard Heller hatte bei seinem ersten Rundgang vor Schulbeginn in einem Klassenzimmer der Förderschule Rauch bemerkt und die Feuerwehr informiert. Wenig später begannen die Retter mit den Löscharbeiten. Trotz des schnellen Einsatzes der 20 Feuerwehrmänner musste die Schule für die 40 Kinder gestern ausfallen giftiger Qualm hatte sich zu sehr ausgebreitet. Die Schadenshöhe stand zunächst nicht fest.

 

Gegen 7 Uhr riefen die Funkmeldeempfänger die Feuerwehrmänner zum Einsatz. Mit vier Fahrzeugen machten sie sich auf den Weg in den Lupus-Park. "Von außen war zunächst nichts zu sehen und auch die Tür des von dem Brand betroffenen Raumes war von außen kalt, wie eine Prüfung ergab", erklärte Einsatzleiter Berend Langeloh nach den Löscharbeiten. Trotzdem galt oberste Vorsicht, um durch die Öffnung der Tür und die Sauerstoffzufuhr keine explosionsartige Durchzündung des an der Decke wabernden heißen Rauches zu riskieren.

 

Die Feuerwehrmänner Torben Bliss und Ulrich Liedtke, die sich mit Atemschutzgeräten gegen den Qualm geschützt hatten, wagten sich in die düstere Klasse vor.

"Drinnen herrschte Nullsicht, nur mit Hilfe der Wärmebildkamera konnten wir den Brandherd sofort lokalisieren und die Flammen gezielt löschen", sagte Bliss später. Der Wasserschaden blieb dadurch gering. Offenbar war am Donnerstag nach Schulschluss eine Kerze, die in einem Holzschrank in einer Zimmerecke stand, vergessen oder nicht richtig gelöscht worden. "Das Feuer hat sich wohl die ganze Nacht über immer weiter ausgebreitet und niemand hat es von außen bemerkt", so Langeloh. "Zum Glück waren die Fenster geschlossen. Wenn das Feuer Sauerstoff bekommen hätte, wäre es wohl größer geworden", meinte er.

Bliss und Liedtke hatten die Flammen schnell gelöscht, doch der betroffene Raum wurde durch die Hitze und den Qualm völlig verwüstet. Fensterscheiben waren geplatzt, Lampen von der Decke gefallen. Überall hatte sich schmieriger tiefschwarzer stinkender Ruß über Stühle, die Tafel, Computer, durch die Hitze vertrocknete Pflanzen und die Spielsachen gelegt.

Wann der Unterricht in der Förderschule - sie ist vor fünf Jahren von einem privaten Investor in einem ehemaligen Schulungsgebäude der Bundespolizei eingerichtet worden und Schwarzenbeks neueste Schule - wieder stattfinden kann, war gestern noch unklar. "Wir haben ab Montag erstmal Ersatzräume in der Compeschule, die wir für die betroffenen Schüler der Centa-Wulf-Schule nutzen können", sagte Dieter Weiß aus dem Rathaus. Bürgermeister Frank Ruppert informierte die Stadtvertreter am Abend über den Brand.