Flächenbrand
 
 

 

15.07.2006 Granzin (Mecklemburg Vorpommern)

 

Zwei große Wald- und Flächenbrände haben am Sonnabend die Feuerwehren im Landkreis Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) in Atem gehalten. Die Brände waren so ausgedehnt, dass sogar Einsatzkräfte aus dem Herzogtum Lauenburg zur Unterstützung ins benachbarte Bundesland ausrückten. Neben Kameraden aus Lauenburg, Büchen und dem Amt Büchen war auch eine Staffel der Schwarzenbeker Feuerwehr um Gruppenführer Jan Piossek mit dem Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 in die Brandbekämpfung eingebunden

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Der Einsatz für die Schwarzenbeker Wehr war während der Suchaktion nach der vermissten Schwarzenbekerin (siehe Einsatzbericht) aufgelaufen. Die Integrierte Regional-Leitstelle Süd in Bad Oldesloe hatte bereits mehrere Wehr aus dem Lauenburgischen in den Kreis Ludwigslust entsandt, als auch auf das Schwarzenbeker TLF zurückgegriffen wurde. Vor allem Wasser führende Fahrzeuge wurden benötigt. Während eine Einsatzstelle bei Schwanheide vor allem die Kräfte aus dem Raum Büchen erforderte, galt es für die Wehren aus Schwarzenbek und Lauenburg, nahe Granzin bei Zarrentin Hilfe zu leisten.

 

Dort war aus noch ungeklärten Gründen ein insgesamt 40 Hektar großes Feld mit Wintergerste, auf dem gerade Erntearbeiten liefen, in Brand geraten. Die Flammen erfassten das gesamte Feld eines Landwirtes aus Klein Pampau, dehnten sich weiter auf eine Wiese und in einen angrenzenden Mischwald aus. Insgesamt loderte das Feuer auf einer Fläche von schätzungsweise 500000 Quadratmetern. Die Einsatzleitung befürchtete zunächst, den Brand in dem Wald nicht aufhalten zu können. Durch den Einsatz mehrere Strahlrohre gelang das aber schließlich noch vor einer geplanten Schneise. Vor allem der sandige Boden der engen Waldwege behinderte den Einsatz der Fahrzeuge.

 

Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin, da der starke Wind immer wieder Brandnester aufflackern ließ. In dem aufgelockerten Waldboden und an den Baumstämmen gab es immer wieder heiße Stellen, die abgelöscht werden mussten, um ein aufflammen des Waldbrandes nach dem Einsatzende zu verhindern. Das Löschwasser musste von einer Wasserentnahmestelle über lange Wegstrecken an die Einsatzstelle befördert werden.