Gefahrgutunfall
 
 

 

19.05.2006 BAB 24

Tanklastzug auf der Autobahn 24 umgekippt - 100 000 Euro Schaden


Auf der Autobahn 24 (Hamburg-Berlin) ist am Freitagmorgen ein mit 35 000 Litern Kraftstoff beladener Tanklastzug zwischen den Anschlussstellen Talkau und Hornbek in den Graben gefahren und umgekippt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, hatte der Fahrer eines anderer Lkw den Tanklastzug nach einem Überholmanöver abgedrängt. Zeugen konnten der Polizei den zunächst geflüchteten Fahrer melden und ihn sogar anhalten, so dass er der Polizei deren Fragen beantworten konnte. Angeblich habe er von dem Unfall nichts bemerkt, so die Polizei.

Während der Bergung des Lastzuges kam es bis zum frühen Abend zu einem zeitweise fast 20 Kilometer langen Stau. Der Verkehr Richtung Berlin konnte nur einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet werden. Der Löschzug Gefahrgut mit den Wehren aus Schwarzenbek, Lauenburg, Geesthgacht und Büchen sowie der Bereitschaftsdienst der Kreisfeuerwehrzentrale aus Elmenhorst und die örtlich zuständige FF Talkau waren an der Unfallstelle im Einsatz, um das Abpumpen des Kraftstoffes zu überwachen und zu sichern. "Wie durch ein Wunder war der Tank unbeschädigt, sonst wäre das hier alles nicht so glimpflich ausgegangen", sagte der stellvertretende Wehrführer Martin Schröder. Nach fünf Stunden war der Feuerwehreinsatz beendet.
Zunächst musste der Kraftstoff wegen Explosionsgefahr aus dem Tanklastzug abgepumpt werden, bevor der Laster mit Bergungsfahrzeugen aus dem Graben wieder auf die Straße gezogen werden konnte. Der Fahrer des Tankwagens wurde bei dem Unfall leicht verletzt, den Schaden schätzt die Polizei auf 100000 Euro.