Wohnungsbrand
 
 

 

06.08.2007 Rosenweg (Büchen)

Lebensgefährliche Brandstiftung mitten in der Nacht in Büchen: Unbekannte haben Montag gegen 0.45 Uhr in einem Mehrfamilienhaus an der Lauenburger Straße, Ecke Rosenweg, die Küche einer leer stehenden Wohnung im Erdgeschoss angezündet. Vier Bewohner anderer Wohnungen und ihr Hund konnten sich gerade noch in Sicherheit bringen, ehe ihnen Flammen und Rauch den Fluchtweg abschneiden konnten. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

 

Die Feuerwehren aus Büchen, Büchen-Dorf, Witzeeze, Müssen und Schwarzenbek waren kurz nach dem Alarm insgesamt mit 100 Feuerwehrleuten vor Ort. "Es hieß zunächst, in dem Haus seien noch Menschen in Gefahr, aber der Hausbesitzer konnte uns da nach unserem Eintreffen zum Glück schnell Entwarnung geben", erklärte Büchens Wehrführer Jürgen Lempges. Er schickte seine Retter zum Löschen ins Gebäude, doch die mussten bald den Rückzug antreten. Lempges: "Denen wurde es zu heiß, überall war schon Feuer." Durch ein Fenster wurden die lodernden Flammen daher zunächst von außen bekämpft. Vorsorglich durchsuchten andere Feuerwehrmänner das Gebäude, falls sich doch noch jemand im Inneren aufhielt.

Das Brandobjekt besteht insgesamt aus drei Gebäuden, früher war hier eine Bäckerei untergebracht. In den vergangenen Jahren gab es mehrere Umbauten. "Wir waren schließlich bis 6.15 Uhr im Einsatz, um die Gefahr von versteckten Brandnestern ausschließen zu können", so Lempges. Leichtbauwände aus Holz, eine mit Sägespänen gefüllte Holzbalkendecke und eine Holztreppe in die erste Etage begünstigten die Brandausbreitung in dem Haus. "Das war schon knapp. Wäre der Brand etwas später entdeckt worden, hätten wir wohl nicht so viel retten können", meint der Wehrführer.

 

Mit Hilfe der Drehleiter und der Wärmebildkamera der Schwarzenbeker Feuerwehr wurde der Dachstuhl überprüft. In den Decken wurden heiße Stellen lokalisiert, die Holzverkleidung geöffnet und Brandnester abgelöscht. "Das hat uns sehr beschäftigt, aber wir wollten auf Nummer sicher gehen", berichtet Lempges. Insgesamt setzte er 32 Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ein, die sich so während der Arbeit im Gebäude gegen den Rauch schützen konnten.