brennt Weihnachtsbaum
 
 

 

06.01.2007 Forstmeisterweg

Zwei Senioren haben in der Nacht zum Sonntag beim Brand ihres Weihnachtsbaumes in ihrem Einfamilienhaus am Forstmeisterweg Brandverletzungen an den Ohren und an den Füßen sowie Rauchvergiftungen erlitten. Gegen Mitternacht wurde die Feuerwehr alarmiert, die Bewohner starteten derweil eigene Löschversuche, die zu den Verletzungen führten. Der Schaden durch das Feuer wurde auf mehrere 10000 Euro geschätzt.

„Der trockene Baum war nach Angaben der Bewohner rasant in Flammen aufgegangen“, erklärte Einsatzleiter Berend Langeloh. Die Feuerwehr warnt immer wieder davor, echte Kerzen oder anderes offenes Feuer in der Nähe von Weihnachtsbäumen zu nutzen. Jedes Jahr kommt es wieder zu entsprechenden Bränden. Langeloh vermutet, dass es durch das lodernde Feuer zu einem Sauerstoffmangel in dem Wohnzimmer kam, der schließlich durch das Öffnen einer Zimmertür schwere Folgen hatte. „Offenbar gab es durch die plötzliche Sauerstoffzufuhr während der eigenen Löschversuche der Bewohner eine Verpuffung. Durch die dabei freigewordene Druckwelle wurde das Feuer nahezu ausgeblasen, aber die auch eine drei mal sieben Meter große Fassade aus Glas und Holz zerstört“, so Langeloh. Die schnell vor Ort gewesenen Feuerwehrleute löschten schließlich letzte Brandnester und belüfteten das Haus.

Langeloh musste zu Beginn des Einsatzes einen Rettungswagen nachfordern, weil der Disponent der Integrierten Regional-Leitstelle aus ungeklärten Gründen nicht wie üblich gleich ein Rettungsteam entsandt hatte. Auch wurde für die Feuerwehr trotz des Brandes in einem Wohnhaus nur der Kleinalarm ausgelöst, der sonst für harmlose Einsätze gilt.

„Wir appellieren an die Menschen, sich jetzt von ihren Weihnachtsbäumen zu trennen. Die Brandgefahr steigt mit jedem Tag, den die Zweige trockener werden“, warnt Langeloh. „Ein Versuch unserer Feuerwehr nach Weihnachten hat gezeigt, dass schon durch einen einzelnen trockenen Zweig eines Adventskranzes, der in die Flamme der abgebrannten Kerze reichte, ein Zimmer durch das sich ausbreitende Feuer in nicht einmal zehn Minuten lichterloh in Flammen stehen würde“, erklärt er. Im Ernstfall sollte zudem sofort über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmiert werden.