Schulbrand
 
 

 

23.09.2007 Möllner Str. - Kuddewörde

Eher erschrocken als begeistert standen die Mädchen und Jungen der Kuddewörder Grundschule am Montag vor der geschlossenen Tür: Nach einem Feuer in der Nacht musste der Unterricht ausfallen. Für Teile des Daches besteht Einsturzgefahr und mit Aufräumarbeiten kann erst nach der noch nicht abgeschlossenen Untersuchung der Brandstelle durch Spezialisten von Kriminalpolizei und Versicherung begonnen werden.

Bisher gehen die Ermittler von einem technischen Defekt aus, der Schaden am Gebäude wurde auf mehr als 100 000 Euro geschätzt.
Aus dem Dachstuhl der Grundschule an der Möllner Straße lodernde Flammen sorgten gegen 23.30 Uhr nach Notrufen von Nachbarn in der Nacht für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Fast 100 Einsatzkräfte aus sieben Wehren der Umgebung waren im Einsatz, erst nach drei Stunden konnten sie wieder einrücken. "Der Einsatz lief toll, alle Wehren waren schnell hier. Ich denke, eine Übung der Amtswehren hat sich bereits ausgezahlt, denn viele Helfer hatten dabei gute Ortskenntnisse erlangt", zog Klaus-Peter Reimers, der Vorsteher des Schulverbands, eine erste Bilanz.
 

Trotz des vorbildlichen Einsatzes muss der Schulunterricht vorerst ausfallen. Wohl von Mittwoch an können Teile der Schule wieder genutzt werden, Räume im Gemeindezentrum dienen für einige Klassen als Ersatzunterkunft, ehe das älteste Gebäude der Schule wieder aufgebaut ist. Ausgerechnet im Bereich der erst im August eingerichteten Küche der offenen Ganztagsschule war das Feuer ausgebrochen. Die Experten der Geesthachter Kripo wollen heute mit einem Sachverständigen des Landeskriminalamtes nach einer möglichen Brandursache forschen.

 

Die Feuerwehrleute aus Kuddewörde und Umgebung unter Leitung von Wehrführer Maik Brehmer hatten mit mehreren Strahlrohren von außen, über die Drehleiter der Schwarzenbeker Feuerwehr und im Innenangriff die Flammen bekämpft. Mühsam gestaltete sich die Suche nach Brandnestern mit Hilfe einer Wärmebildkamera, erst gegen 2.30 Uhr waren alle verborgenen heißen Stellen komplett abgelöscht.
 

Über eine Telefonkette hatte die Schulleitung am frühen Morgen Eltern informiert, die starteten dann Rundrufe, dass die Schule ausfällt. "Zum Glück ist das nicht tagsüber passiert, wenn hier Unterricht ist", erklärte eine Mutter. 181 Schulkinder und 20 Kinder aus dem Schulkinderkreis (ehemals Vorschule) nutzen die Gebäude an der Möllner Straße. Inwiefern eine Kontamination mit Brandgasen vorliegt, muss noch geprüft werden, so Reimers.