Sturm
 
 

 

07.08.08

Drei Einsätze bescherte ein kurzes aber heftiges Unwetter der Schwarzenbeker Feuerwehr am Donnerstagabend. Auf der Bundesstraße 404 und auf der Kerntangente lagen zwei vom Wind abgebrochene Bäume. Und auch in Brunstorf war der Einsatz nötig. Dort hatte eine Sturmböe eine mächtige Linde gefällt.

Die FF Schwarzenbek wurde zu diesem Einsatz alarmiert, weil die FF Brunstorf nach den Unterlagen der Leitstelle außer Dienst gemeldet war. Das war allerdings ein Versehen. Gemeinsam wurde dann die umgekippte Linde zersägt. Unter anderem mussten von der Drehleiter aus lose Äste in einer anderen Linde entfernt werden.

Ein Schreck war es für Sandra Brackhage und ihre Nachbarn an der Lindenstraße in Brunstorf allemal: Die mehr als 100 Jahre alte Linde krachte am Donnerstagabend donnernd zu Boden. Eine Sturmböe hatte den Baum gegen 20 Uhr gekappt. Der zwölf Jahre alte VW Golf von Sandra Brackhage, der am Straßenrand geparkt war, wurde von der Linde völlig zerstört. Ebenso der gegenüber geparkte Kia einer Nachbarin. Menschen wurden wie durch ein Wunder nicht verletzt. „Ich hatte den Wagen am Nachmittag gerade aus der Werkstatt geholt. Da war einiges dran repariert worden“, berichtete Sandra Brackhag enttäuscht. Nun ist ihr Auto platt – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch der Kia wurde von dem mächtigen Baumstamm völlig zerstört. Zwei Stunden lang waren Feuerwehrleute aus Brunstorf und Schwarzenbek damit beschäftigt, den Stamm zu zerkleinern und das zersägte Holz abzufahren.

Die umgestürzte Linde war am Stamm durch Feuchtigkeit ziemlich vergammelt und nicht mehr standfest. Der starke Wind fand wegen der vielen Blätter an der Baumkrone eine große Angriffsfläche. Wie ein Streichholz zerbrach der Stamm schließlich unter dem Druck einer heftigen Windböe. „Ich hoffe, dass meine Versicherung mir zumindest einen Restwert für den Golf bezahlt. Und dann brauche ich schnell ein neues Auto“, berichtet Sandra Brackhage.

„Bei so einem Unwetter sollten es die Menschen unbedingt vermeiden, sich unnötig im Freien aufzuhalten“, rät Schwarzenbeks Feuerwehrchef Martin Schröder zur Vorsicht. Auch nach dem Sturm ist noch Vorsicht geboten. Schröder: Abgebrochene Äste könnten sich noch in Baumkronen verfangen haben und könnten herunter fallen.“