LZ-G Einsatz
 
 

 

31.07.08 Teichstr. - Wentorf


Großeinsatz für die Männer der Feuerwehr Wentorf und die Experten des „Löschzug Gefahrgut“ (LZG) aus Geesthacht, Schwarzenbek, Lauenburg, Büchen und vom Kreisfeuerwehrverband am Donnerstag in Wentorf.

Bisher noch nicht ermittelte Bewohner eines Mehrfamilienhauses hatten in einem Waschbecken im Keller des Hauses an der Teichstraße offenbar eine stark ätzende Chemikalie „entsorgt“. „Die unbekannte Substanz hat eine Abwasserhebeanlage völlig zerfressen und ist in den Boden eingedrungen“, erklärte Wentorfs Wehrführer Dirk Sacher. Weil seine Kameraden nicht über die nötige Ausrüstung für einen Gefahrgut-Einsatz verfügen, rückten die Spezialisten des LZG an.


20 Fahrzeuge eilten gegen 12 Uhr nach Wentorf. Bereits am Mittwoch hatten Anwohner dort an der Teichstraße den stechenden Gasgeruch im Keller bemerkt. Über den Hausmeister wurde ein Klempner zu Hilfe gezogen. Der reinigte am Mittwoch den Keller und entsorgte den Abfall im Abfallwirtschaftszentrum in Wiershop. Doch die nicht identifizierte Chemikalie gaste jedoch weiter aus und sorgte am Donnerstag schließlich für den Großeinsatz der Feuerwehr.

Durch einen Chemikalienschutzanzug geschützt wagten sich die Schwarzenbeker Feuerwehrmänner Thorsten Bettin und Sören Wöhl in den Keller des Mehrfamilienhauses. Ihre Messungen der Luft im Keller ergaben, dass sich ein gefährliches Gemisch gebildet hatte. Draußen sperrten Kameraden die Einsatzstelle ab, zahlreiche Schaulustige verfolgten den Einsatz. „Wir mussten wegen der unklaren Lage auf Nummer Sicher gehen und das volle Programm auffahren“, sagte Sacher. Nachdem die Gefahrgut-Experten den Keller überprüft und gelüftet hatten, wurde die Einsatzstelle zur weiteren Reinigung an eine Fachfirma übergeben.

Wentorfs Bürgermeister Matthias Heidelberg überzeugte sich vor Ort von dem schnellen und professionellen Einsatz der Retter. „Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Mein Dank gilt daher den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und den Arbeitgebern, die unsere freiwilligen Feuerwehrleute zum Einsatz lassen“, sagte Heidelberg.

Die Polizei sucht jetzt den Verursacher der illegalen Entsorgungs-Aktion zu ermitteln. Er müsste dann für die Einsatzkosten in Höhe von mehreren 1000 Euro aufkommen.