Großfeuer
 
 

 

12.07.08 Auf der Heide (Büchen)

Eigentlich hatten Passanten am Sonnabend gegen 22.15 Uhr über den Notruf der Feuerwehr nur einen Containerbrand im Büchener Gewerbegebiet „Auf der Heide“ gemeldet. Doch schnell war klar – hier wütet ein Großbrand. Immer wieder gingen neue Notrufe ein. Weite Teile der Zimmerei Räth wurden schließlich von den lodernden Flammen zerstört. Es entstand ein Schaden von mehr als 100.000 Euro.

 

Was den Brand ausgelöst hat, sollen jetzt Ermittler der Kriminalpolizei klären. Noch in der Nacht beschlagnahmten Polizisten die Einsatzstelle für weitere Untersuchungen. Am 28. Mai hatte es schon einmal auf dem Hof der Zimmerei gebrannt. Offenbar war damals ein Müllcontainer angezündet worden.

 

Büchens stellvertretender Wehrführer Edmund Butz und weitere Einsatzkräfte waren gerade auf dem Rückweg von einer Ausfahrt mit den Ehrenmitgliedern, als sie den Rauch über Büchen entdeckten. „In dem Moment gingen auch schon unsere Meldeempfänger“, so Butz. „Wir waren schnell vor Ort und sahen die Halle der Zimmerei in Vollbrand“, berichtete Butz. Sofort forderte er Verstärkung aus Büchen-Dorf, Müssen und Bröthen sowie die Drehleiter aus Schwarzenbek an. Schließlich löschten die 60 Feuerwehrleute mit einem Dutzend Strahlrohren.

 

„Das eingelagerte Holz und die Holzbauweise der Werkstatt und des Lagers boten den Flammen reichlich Nahrung“, so Butz. Seinen Kameraden gelang es allerdings, den Verwaltungstrakt des Betriebes vor den Flammen zu schützen. Vorsorglich wurde mit der Wärmebildkamera der Schwarzenbeker Feuerwehr der Dachstuhl entlang einer Brandwand nach Brandnestern abgesucht. Parallel dazu wurde das Feuer aus luftiger Höhe von der Drehleiter aus bekämpft. Das Feuer hatte ein rund 300 Quadratmeter großes Gebäudestück erfasst und durch die enorme Hitzestrahlung auch in mehreren verschlossenen Stahlcontainern auf dem Hof eingelagertes Holz und Möbel entzündet. Löschtrupps, die sich mit Atemschutzgeräten gegen den Qualm schützten, öffneten die Container und löschten die Brände darin ab.

Wie schon beim Großbrand ein Lagerhalle im Juli 2005 wollte Butz zunächst auch wieder Löschwasser aus dem Waldschwimmbad pumpen lassen. „Dann hat sich aber zum Glück schnell gezeigt, dass wir das Feuer mit Wasser aus dem Hydrantennetz in den Griff kriegen“, sagte der Einsatzleiter. Von drei Seiten aus konnte der Brand so gut bekämpft werden. Die Nachlöscharbeiten „Auf der Heide“ zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hin.