Dachstuhlbrand
 
 

 

18.10.2008 Möllner Str. (Kuddewörde)

Ein Einfamilienhaus in Kuddewörde ist am Sonnabend durch ein Feuer zerstört worden. Die gehbehinderte Besitzerin konnte sich gerade noch unverletzt ins Freie flüchten, nachdem sie den Brand bemerkt hatte. Trotz des Einsatzes von rund 80 Feuerwehrleuten war das Haus an der Möllner Straße nicht zu retten. Zu schnell hatten sich die Flammen im Haus ausgebreitet, schließlich loderten sie aus dem Dachstuhl.
Gegen 15.50 Uhr hatte die Leitstelle Alarm für die Feuerwehren aus Kuddewörde und mehrerer Nachbargemeinden ausgelöst. Das betroffene Haus steht nur zwei Grundstücke von der Feuerwache an der Möllner Straße entfernt. „Als wir kurz nach dem Alarm vor Ort waren, waren an den Fenstern nur ganz kleine Flammen zu sehen, aber das ganze Gebäude war verraucht“, berichtete Gruppenführer Thomas Mauz. Schließlich stand innerhalb weniger Minuten eine weithin sichtbare Rauchwolke über der Einsatzstelle, die daraufhin weiträumig abgesperrt wurde.

 

„Von innen kamen wir nicht an das Feuer heran“, erklärte Kuddewördes Wehrführer Maik Brehmer. Nach Rücksprache mit Amtswehrführer Wolf-Dieter Abel, der aus Kollow heran geeilt war, forderte die Einsatzleitung dann die Schwarzenbeker Feuerwehr mit der Drehleiter an. „Wir konnten von unserer Leiter aus sicher das Dach abdecken und die Flammen gezielt löschen“, sagte Zugführer Thorsten Bettin. Eine Wärmebildkamera und ein Fernthermometer halfen dem Trupp im Korb der Drehleiter, die Brandherde aufzuspüren. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten sich die Retter mit Atemschutzgeräten gegen den Qualm schützen.

 


Das Löschwasser wurde aus mehreren Hydranten entnommen und von der Bille an der Grander Mühle einen Kilometer weit zur Einsatzstelle gepumpt. Neben den Wehren aus Kuddewörde und Schwarzenbek waren auch Kameraden aus Möhnsen, Havekost, Hamfelder-Dahmker, Grande und Kasseburg im Einsatz.

 


„Ich gehe davon aus, dass das Haus ein Totalschaden ist“, berichtete Jürgen Rodehorst von der zuständigen Polizei in Aumühle. Noch während der Löscharbeiten begannen Beamte der Kripo mit der Ursachenermittlung. Rodehorst: „Bislang ist die Ursache des Feuers noch unklar.“ Offenbar könnte ein technischer Defekt an der Elektrik im Hausflur im Erdgeschoss einen Schwelbrand ausgelöst haben, der sich dann ausbreitete. Über die Holztreppe und die hölzernen Decken gelangten die Flammen dann ins Dachgeschoss und loderten aus dem First.