brennt Zimmerei
 
 

 

26.07.2009 Auf der Heide - Büchen

Zum zweiten Mal innerhalb von zwölfeinhalb Monten hat ein Großbrand die Zimmerei Räth in Büchen zerstört. Sonntagnacht um 1.30 Uhr rückten die ersten von später insgesamt 60 Feuerwehrleuten an. „Schon auf der Anfahrt konnten wir von weitem sehen, dass die Zimmerei in voller Ausdehnung brannte“, berichtete Einsatzleiter Jürgen Lempges. Der Büchener Wehrführer forderte Verstärkung aus Büchen-Dorf, Müssen und Schwarzenbek an. Schon am 12. Juli 2008 hatten die Feuerwehrleute gemeinsam das lichterloh brennende Lager der Zimmerei gelöscht. Diesmal brannte auch die Werkstatt ab, nur der Bürotrakt blieb erhalten. Die Brandursache ist noch unklar, doch allein seit September 2008 gab es in Büchen mindestens 23 Brandstiftungen.

 

„Das Objekt kennen wir schon, das hat für unseren Einsatz Vorteile“,  sagte Lempges. Die Zimmerei von Markus Räth im Gewerbegebiet „Auf der Heide“ hatte schon im vergangenen Sommer gebrannt. Während den Flammen damals nur das 300 Quadratmeter große Holzlager zum Opfer fiel, vernichtete der Brand diesmal auch den 200 Quadratmeter großen Werkstattteil mit vielen Maschinen. Erst an einer Brandwand, die den Bürotrakt abschottet, konnten die Einsatzkräfte das Feuer stoppen.

 

Jetzt hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. 2008 hatten Beamte einen toten Marder entdeckt und darüber einen Kurzschluss als Brandursache vermutet. Doch rund um den Heideweg brennt es in Büchen immer wieder. Am 30. Juli 2005 stand eine 3000 Quadratmeter große Lagerhalle einer Kartoffelhandlung in Flammen, immer wieder brennen Container für Altpapier oder Kleider. Im April vernichtete ein Feuer die historische Schützenhalle. Von den 42 Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Büchen in diesem Jahr gehen mindestens 13 kleinere Feuer auf Brandstiftung zurück.

 

Der Einsatz am Sonntag forderte die Feuerwehrleute acht Stunden lang. Schon zehn Minuten nach dem Alarm war das Dach über dem Lager eingestürzt. „Das hat unsere Löscharbeiten enorm erschwert. Wir mussten das Dach aufflexen, um an darunter verborgene Brandnester zu gelangen“, sagt Lempges. Von der aus Schwarzenbek angeforderten Drehleiter aus wurde auch das Blechdach über dem Bürotrakt aufgesägt, um darunter nach möglichen Brandnestern zu suchen. Insgesamt beträgt der Schaden diesmal etwa 250.000 Euro, so erste Schätzungen.

Firmenchef Markus Räth, der für die CDU im Büchener Gemeinderat aktiv ist, wurde von seinem von der Feuerwehr geweckten Bruder am Morgen im Urlaub an der Müritz erreicht. Er will sich jetzt um einen zügigen Wiederaufbau kümmern. Schon nach dem Brand 2008 hatten seine Mitarbeiter den betrieb schnell wieder neu aufgebaut.