Schwelbrand
 
 

 

01.06.2009 Hamburger Str.

Etwas später oder etwas mehr Sauerstoff – und mitten in Schwarzenbek wäre am Montagmittag ein Großfeuer ausgebrochen. So blieb es bei einem Schwelbrand. Der hatte allerdings einen Schaden in Höhe von mehreren 10000 Euro zur Folge. Das Restaurant „Köz“ an der Hamburger Straße wurde dabei durch extreme Russablagerungen völlig verwüstet.

„Wir sind um 10.54 Uhr von den Betreibern alarmiert worden. Als wir vor Ort waren, war das Restaurant im Erdgeschoss stark verqualmt, offenes Feuer war nicht zu sehen“, erklärte Wehrführer Martin Schröder. Sofort erkundete ein Trupp, der sich durch Atemschutzgeräte gegen giftige Gase schützte, das Lokal. Offenbar war durch einen technischen Defekt ein Computer im Flur in Brand geraten und schwelte längere Zeit unbemerkt vor sich hin.

 

„Wäre mehr Sauerstoff ans Feuer gelangt, hätte der Altbau hier eine kräftige Brandlast geboten. So blieb der Brand zumindest für die Umgebung ohne Folgen“, so Schröder.

Der Schock stand Asiz und Dennis Kocoglu mittags noch ins Gesicht geschrieben: Im Gastraum, in der Küche sowie den Nebenräumen wie Lager und WC hatten schwarzer Ruß alles verwüstet. „Wir hatten erst vor einem halben Jahr umgebaut, alles war so schön geworden“, erklärte Asiz Kocoglu. „Wir wollen jetzt so schnell wie möglich wieder öffnen“, berichtete Dennis Kocoglu.

Die beiden Gastronomen waren gegen 10.50 Uhr in ihr Lokal gekommen und hatten entdeckt, dass im Inneren alles mit einer dicken Rußschicht überzogen war. Sofort forderten sie die Feuerwehr an.

20 Feuerwehrmänner waren mit vier Fahrzeugen innerhalb weniger Minuten am Einsatzort. „Das Feuer konnte sich zum Glück nicht über einen Schwelbrand hinaus entwickeln. Sonst wäre das hier nicht so glimpflich ausgegangen“, erklärte Wehrführer Martin Schröder. Dennoch muss das beliebte „Köz“ vorerst für eine aufwendige Renovierung geschlossen bleiben.