Containerbrände
 
 

 

05.05.2009 Compestr. und Gülzower Str.

Ein unbekannter Brandstifter raubt in Schwarzenbek den Feuerwehrmännern den Schlaf. Seit Monatsbeginn treibt der Täter in der Stadt sein Unwesen. Die Feuerwehrmänner mussten in der Nacht zum Dienstag erneut zweimal ausrücken, um brennende Altpapier-Container zu löschen. Zunächst ging es um 3.16 Uhr zur Compestraße. Noch während dort gelöscht wurde, meldete eine Streife der Polizei um 3.40 Uhr einen weiteren Containerbrand, diesmal an der Kollower Straße.

 

„Langsam wird das lästig“, sagt Wehrführer Martin Schröder. Sieben Feuer in vier Nächten weist die Einsatzstatistik der Retter schon auf. „Weil wir bei solchen scheinbar kleinen Bränden immer nur einen Teil der Mannschaft alarmieren, hält sich die Belastung für die einzelnen Kameraden zurzeit zum Glück noch in Grenzen. Aber fast jede Nacht teilweise mehrere Brände, das kann so nicht weitergehen.“


In den Nächten zu Freitag, zu Sonnabend, zu Sonntag und jetzt zu Dienstag schlug der Brandstifter zu. Die brennende Sammelbox auf dem Parkplatz des Sky-Marktes an der Compestraße war der sechste Brand der Serie, das Feuer des Containers auf dem Parkplatz am Regenrückhaltebecken an der Kollower Straße Brand sieben. Hier entdeckten die Feuerwehrmänner auch noch in einem anderen Container eine verbrannte Zeitung. Diese weitere Brandstiftung blieb aber beim Versuch, denn in dem Behälter entsorgte Pappe ging nicht in Flammen auf.

„In allen Fällen sieht es sehr nach Brandstiftung aus“, meint Wehrführer Schröder. Auch die Einsatzzeiten sind immer sehr ähnlich. Während am 1. Mai zuerst an der Breslauer Straße ein Müllhaufen um 0.41 Uhr brannte und unweit an der Königsberger Allee in der folgenden Nacht am 2. Mai ein Müllcontainer um 0.50 Uhr, standen die Altpapier-Container am 2., 3. und 5. Mai immer zwischen 3.15 Uhr und 5 Uhr in Flammen. Ein örtlicher Zusammenhang zwischen den Tatorten ist nicht wirklich zu erkennen, die Brandstellen gehen auf einer Nord-Süd-Achse durch die ganze Stadt.


„Die Sammelbehälter fangen nicht von alleine an zu brennen, da muss jemand nachgeholfen haben“, erklärt Schröder. Die angekokelte Zeitung gestern Früh ist dafür ein deutlicher Beleg. Besonders dreist: Der Container am Sky-Markt steht nur 100 Meter von der Polizeistation an der Compestraße entfernt. Das hat den Täter nicht an der Brandstiftung gehindert. „Hier stehen die Container auch dicht am Gebäude und nahe am Dach über der Ladezone. Das ist besonders gefährlich“, sagt der stellvertretende Wehrführer Berend Langeloh. „Zum Glück ist das Feuer nicht übergesprungen.“