VU und Wohnungsbrand
 
 

 

10.06.2010 B 207 und Kolberger Str.

Ein schwerer Verkehrsunfall zeitgleich mit einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus: Vor diesem Szenario standen die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbek am Donnerstag: Erst wurde um 16.13 Uhr über die Kleinalarm-Schleife der Rüstwagen zu einem schweren Unfall in Lanken auf der Bundesstraße 207 zur Unterstützung der Wehren aus Elmenhorst und Talkau angefordert. Drei Minuten später gab es dann Vollalarm für die FF Schwarzenbek, weil eine Wohnung im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Kollberger Straße in Flammen stand.

Nach Polizeiangaben war es zu dem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 207 in Höhe Lanken aus unbekannter Ursache gekommen: Ein 31-jähriger Autofahrer aus Mölln war um 15.49 Uhr mit seinem Ford Mondeo in den Gegenverkehr geraten und dort frontal mit einem entgegenkommenden Audi A 4 mit Anhänger zusammengestoßen. Der Möllner war mit seiner 29-jährigen Ehefrau in Richtung Schwarzenbek unterwegs, als er in Höhe des Gewerbegebiets auf die Gegenfahrbahn kam. Hinter dem Ford fuhr ein Reisebus mit einer Schulklasse. Der Busfahrer hatte noch mehrmals gehupt, um den Ford-Fahrer aufmerksam zu machen. Doch zu spät. Der Ford prallte frontal mit dem Audi zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Frau in ihrem stark beschädigten Audi eingeklemmt. Kräfte der Feuerwehr befreiten die schwer verletzte Schwarzenbekerin aus dem Fahrzeugwrack. Ihr 32-jähriger Ehemann und die beiden Kinder im Fond trugen leichte Verletzungen davon. Der 31-jährige Möllner und seine Ehefrau wurden schwer verletzt.
Zunächst hatte die Leitstelle nur die FF Elmenhorst zur Menschenrettung alarmiert. Der Einsatzleiter forderte dann einen zweiten hydraulischen Rettungssatz der FF Talkau an. Weil ein Löschfahrzeug auf die aufgeweichte Bankette geraten war, wurde der Rüstwagen aus Schwarzenbek angefordert, um den Einsatzwagen mit Hilfe der Seilwinde zu sichern.

Für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme wurde die Bundesstraße 207 voll gesperrt. Es waren vier Rettungswagen sowie zwei Notarztwagen im Einsatz und versorgten die zum Teil schwerverletzten Personen. Alle Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser. Der Busfahrer, der das Unglück mit ansehen musste, stand unter Schock und konnte nicht mehr weiterfahren. Durch sein vorausschauendes Fahren, hatte er den Bus sanft abgebremst, so dass keiner der Businsassen, eine Schulklasse aus Schwarzenbek, verletzt wurde. Das Busunternehmen schickte einen Ersatzbusfahrer, der die Fahrt dann fortsetzte.
An den Unfallfahrzeugen entstand nach Polizeiangaben ein Schaden in Höhe von 40.000 Euro. Die Polizei stellte den Ford für Untersuchungen durch einen Sachverständigen sicher.

Bei dem Feuer in dem Mehrfamilienhaus an der Kollberger Straße, zu dem auch die FF Kollow angefordert wurde, war die Lage zunächst unübersichtlich. Bei dem Bewohner handelte es sich um einen Sammler, der die ganze Wohnung vollgerümpelt hatte. Offenbar hatte der Mann an einem elektrischen Heizkisten gebastelt und dadurch durch einen technischen Defekt das Feuer ausgelöst. Durch ein Strahlrohr im Innenangriff hatte der erste Löschtrupp die Flammen schnell mit Druckluftschaum erstickt, so dass sich der Brand nicht auf den Dachstuhl ausbreiten konnte und der Schaden am Gebäude gering blieb. Um versteckte Glutnester auszuschließen, wurde die Wohnung ausgeräumt und die Gegenstände im Vorgarten des Hauses abgelöscht.