Dachstuhlbrand
 
 

 

09.05.2010 Dorfstraße - Wangelau

"Das war knapp", ist Sven Siemann, der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wangelau, überzeugt. Gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus Schwarzenbek und Lütau bewahrten seine Kameraden am Muttertag einen Bauernhof im Ort vor einem Großbrand. Zwei Stunden dauerte der Einsatz an der Dorfstraße.

Gegen 7.45 Uhr war ein Anwohner ganz aufgeregt zu Jörn Posewang auf dessen Hof gekommen und hatte von einem Feuer im Dach berichtet. Landwirt Jörn Posewang ist in der Feuerwehr aktiv und fütterte gerade seine Tiere im Stall. "Ich habe kurz geschaut, Rauch aus dem Dachstuhl aufsteigen sehen und dann sofort per Funk von unserem Fahrzeug aus bei der Leitstelle einen Alarm angefordert", berichtet Posewang.

 

Schnell waren die Retter an der Dorfstraße vor Ort. "So ein Feuer habe ich noch nicht gesehen", erklärte Siemann. Ein einzelner Dachsparren des 1884 errichteten Gebäudes hatte aus noch ungeklärten Gründen offenbar im unteren Bereich Feuer gefangen. Vermutlich als Schwelbrand breitete sich das Feuer wohl längere Zeit unbemerkt aus. Die Dachlatten, die auf dem Sparren auflagen, verbrannten, so dass die Dachflächen beidseits des Sparrens einsackten. Es kam jedoch nicht zu einem ausgedehnten Brand. Allerdings hatte der Schwelbrand den Sparren bis in den First hinein erfasst.

 

Zunächst wurden die kleinen Flammen mit einem Strahlrohr vom Dachboden aus bekämpft. Das Wasser pumpten die Einsatzkräfte vom Löschteich heran. Über die nachalarmierte Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbek konnten dann vorsichtig weitere Dachpfannen aufgenommen werden, um den Sparrenbrand auch von außen löschen zu können. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera und eines Fernthermometers wurde der betroffene Dachbereich von der Besatzung der Drehleiter immer wieder auf Glutnester kontrolliert.

"Durch unseren besonnenen Einsatz konnten wir größeren Schaden verhindern", bilanzierte Siemann später. Jetzt ermittelt die Polizei, was das merkwürdige Feuer ausgelöst haben könnte.

 

Unter der Regie des "Einsatzleiters vom Dienst" Karsten Lünse, waren aus Schwarzenbek der Kommandowagen, die Drehleiter und das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug nach Wangelau ausgerückt. „Die Zusammenarbeit hat wunderbar funktioniert“, waren sich Siemann und Lünse einig.