Feuer Grander Mühle
 
 

 

26.10.2010 Küddewörde

Großbrand an der Grander Mühle: Um 23.37 Uhr hatte die Leitstelle in der Nacht zum Mittwoch Alarm für Retter aus acht Wehren ausgelöst. An der historischen Wassermühle direkt an der Bille in Kuddewörde (Kreis Herzogtum Lauenburg) loderten meterhohe Flammen. Der angebaute Küchentrakt stand in Vollbrand. 120 Feuerwehrleute löschten stundenlang.

 

Durch den Einsatz konnte das fast 700 Jahre alte Hauptgebäude bewahrt werden. "Es war knapp, aber wir konnten das Feuer vor dem Übergriff auf das Restaurant stoppen", sagte Kuddewördes Wehrführer Timo Grüntal. Gemeinsam mit Amtswehrführer Wolf-Dieter Abel und dessen Stellvertreter Thomas Kulp hatte er den Großeinsatz koordiniert.

 

Zunächst nahmen die ersten Feuerwehrleute die direkte Brandbekämpfung auf den erst 2009 angebauten Küchentrakt vor. Als weitere Einsatzkräfte, unter anderem auch von der Schwarzenbeker Wehr mit Drehleiter und Wärmebildkamera vor Ort waren, wurde ein Innenangriff gestartet. Beim Zugang ins Gebäude die erste Überraschung: Eine ehemalige Außentür, die aufgebrochen wurde, war von innen mittlerweile zugebaut. Kurzerhand wurde durch ein Fenster eingestiegen. Durch die Öffnung weiterer Türen konnte eine Be- und Entlüftung eingeleitet werden.

 

Dann hatten die Retter den Brand schnell unter Kontrolle. Während vom Küchentrakt nur verkohlte Trümmer blieben, wurde das Fachwerkhaus der Wassermühle gerettet. Innen ist es allerdings durch den Brandrauch vollkommen von Ruß geschwärzt.

Die Feuerwehr schätzte den Schaden vorerst auf mindestens 300000 Euro. Die Kriminalpolizei versucht jetzt, die Brandursache zu klären.