Elbehochwasser 2011
 
 

 

23.01.2011 Lauenburg

Das Hochwasser in Lauenburg hat historische Dimensionen erreicht: Mit 9,23 Metern zeigte der Pegel einen Wasserstand, der so hoch war, wie seit 125 Jahren nicht mehr. Bei der „Jahrhundertflut“ im August 2002, als in Lauenburg Katastrophenalarm galt, wurden „nur“ 8,70 Meter registriert.

 

Die FF Schwarzenbek rückte in der Nacht zum Montag zur Unterstützung nach Lauenburg aus. 18 Kameraden bekamen einen Einsatzabschnitt in Höhe des Restaurants „Herzog Lauenburg“ zugeteilt. Mit der Fahrzeugpumpe des LF 20/16 und einer Tragkraftspritze beförderten sie Wasser aus der Elbstraße über einen Sandsackwall zurück in die Elbe.

 

Die 12-Stunden-Schicht der Einheit aus Schwarzenbek unterteilten sich die Kräfte selbst in zweimal sechs Stunden und organisierten ihre Einsatzzeit selbst.

Außer der Lage vor dem Lokal galt es auch, in mehreren Häusern durch eine regelmäßige Kontrolle der dort seit Tagen laufenden Pumpen für ein konstantes Niveau der Wassermassen in den Kellern zu sorgen. Das Wasser durfte nicht zu stark sinken, um den Wasserdruck innen und außen stabil zu halten. Zu hoch durfte das Wasser aber auch nicht ansteigen, damit elektrische Anschlusskästen und Erdgeschossbereiche verschont bleiben. Das THW ist unter anderem aus Schwerin und Flensburg mit Spezialpumpen angerückt, um dauerhaft die Gullys der Kanalisation zu leeren. Sonst würde das Elbwasser darüber in die Straße der Altstadt schwappen.

Die Einsatzleitung geht davon aus, dass sich die Lage erst zum Wochenende hin entspannen wird.