Gefahrguteinsatz
 
 

 

26.01.2011 Industriegebiet Lauenburg

Gefahrgut-Alarm am Mittwochnachmittag in Lauenburg: Im Industriegebiet an den Söllerwiesen hatte gegen 12.30 Uhr ein Tankwagen-Fahrer kurzerhand den Kessel seines Lastwagens ausgespült und dabei illegal giftiges Lösungsmittel in die Kanalisation gelassen.

 

Ein Zeuge hatte die Aktion des ausländischen Lastwagen-Fahrers im öffentlichen Straßenraum beobachtet und die Feuerwehr informiert. Die überprüfte die Situation, besorgte sich bei dem Chemiewerk, das der Trucker beliefert hatte, die Ladepapiere und reagierte sofort: Großalarm für die Gefahrgut-Spezialisten des Kreisfeuerwehrverbandes. Aus Lauenburg, Geesthacht, Schwarzenbek, Büchen, Mölln und Ratzeburg rückten die Fachleute an.

Die Industriestraße wurde abgesperrt, die Kanalisation mit Wasser gespült. In einem offenen Graben wurde das Gemisch aus Wasser und Lösungsmittel aufgefangen. "Der Stoff ist gesundheitsgefährdend, darf nicht eingeatmet und angefasst werden", erklärte Feuerwehr-Zugführer Lars Heuer. Deshalb war größte Vorsicht nötig.

Weil das Butylacetat auch leicht entzündlich ist, konnte es nicht einfach mit einem Saugwagen aufgenommen werden. "Dabei hätte Explosionsgefahr bestanden", sagte Feuerwehrchef Thomas Burmester. Deshalb wurde der Gefahrstoff durch Feuerwehrleute, die sich mit Vollschutzanzügen schützten, abgeschöpft und entsorgt. Der Einsatz zog sich über Stunden hin.